theearthman-exploringindia---> Namaste

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Donnerstag, 29. April 2010

Zu viele oder nicht genug Platz: Eine Frage des Geldes

Die Tür geht auf, der Laden ist proppevoll.
Die müssen Richtig Asche machen dort in dem Laden wo kleine Dinge verkauft werden welche einem die Zeit anzeigen sollen und zudem noch schick auszusehen haben, dachte er. Ganze sechs Kunden auf einmal in so einem kleinen Laden unglaublich, ist wegen der guten Qualität?. Warte mal. Warum kommen die alle auf mich zu? Solche Kunden sollten doch nicht über einem Europäer Überrascht sein. Warum Fragen sie mich alle was ich den gerne haben würde und was meine vorlieben sind?
Warum fängt einer dieser Kunden auf einmal an diese Dinge zu Putzen und warum geht der Verkäufer auf einmal in das Nebenzimmer?
Nach einer Weile merkte er dass da etwas nicht stimmen kann und sah plötzlich das jeder von diesen sogenannten “Kunden” eine kleines Etikett trägt mit dem jeweiligen Namen und des Logos Watchwatch, welches er vor dem Laden auch vorfinden konnte. Nun war es klar! Es waren nicht nur zwei Verkäufer es waren ganze acht. Er kam jedoch nicht dahinter wofür so viele zuständig waren.

Von diesen Erlebnissen wollte er sich erst einmal erholen und ging in ein schickes Restaurant. Die Tür geht auf, der Platz wird zugewiesen, hingesetzt, Menukarte auf dem Tisch. Während er die leckeren auf der Karte studierte und sich noch nicht ganz einig war was er denn heute mal von den ganzen Kostbarkeiten essen würde, kamen schon der erste Kellner und stellte mir ein Glas mit Wasser auf den Tisch. Er wollte sich eben mal kurz bedanken aber als er den Kopf hob blieb ihm “Danke” im Halse stecken, da um ihn gleich vier weitere Kellner standen um die Bestellung aufzunehmen. Er Dachte sich nichts dabei und wählte Nummer 34 von der Karte welches was ganz spezielles war.
Er wartete voller Vorfreude auf sein Essen, ließ seine Augen umherschweifen und ging schließlich zum “Hand wash” um sich die Hände zu waschen. Auf dem Weg erhaschten seine Augen mindestens zehn Angestellte welche in der Gegend rum standen und nichts zu tun hatten. Nun während des Essen wurde er von drei verschiedenen Kellnern bedient. Am Ende zahlte er für eine volle Mahlzeit mit drei Getränken vor und Nachspeise gerade mal 3 Euro und ging Raus. Komisch. Nach ein paar Tagen und Besuchen im Internet-Cafe, auf einer Bausstelle…….. War es halt so……..

Hier in Indien ist die Arbeitskraft so billig dass sich die sehr viele Geschäfte, Unternehmen etc. eine Überbesetzung an Angestellten leisten kann, was Angesichts der riesigen Einwohnerzahl Indiens auch gar nicht so schlecht ist. Jedoch muss man leider sagen dass hinter dieser Aussage in vielen Fällen ein “Noch” gehört. Dies gilt für Großstädte wie Bangalore z.B. welche sich Rasend vergrößern. Durch diese rasend schnelle Entwicklung gibt es eine enorme Umweltverschmutzung schwerwiegende Folgen haben wird. Durch diese Verschmutzung wird immer mehr Regen in den städtischen Regionen ausbleiben was die Möglichkeit an Grundwasser zu kommen erschwert. Wasser!!
Nun da das Wasser immer schwieriger zu erreichen seien wird werden die Preise für eins der wichtigsten Konsumgüter immens steigen und auch mit zu erwartender Hilfe vom staat ein Preisanstieg nicht aufzuhalten ist. Vor allem in Großstädten werden alle Preise steigen da alles vom Wasser abhängt. Die Mietpreise, Das Essen…..,……,….., der ganze Lebensunterhalt wird für ein Großteil unbezahlbar.
Diese ganzen Auswirkungen werden auch in einem Uhrengeschäft wie “Watchwatch” bemerkbar sein. Die Arbeiten wollen mehr Geld haben da sie sich sonst nicht einmal den Bus zur Arbeit leisten können. Der Chef kann sich die Miete nicht mehr leisten wenn so viele Angestellte beschäftigt. So werden weniger Arbeiter besser bezahlt. Und so bleiben viele Arbeitsplätze aus.
Zur Zeit ist jedoch die Verstädterung noch im vollen Gange, da für jeden eine Kleine arbeit gefunden werden kann und diese Jobs zum Teil auch vom Staat subventioniert werden und es eine art Mindestlohn gibt. aber wenn diesen kleinen Jobs wegfallen?? Was steht diesen Städten mit einer riesigen Armutswelle bevor?

Unser eins macht den Wasserhahn an und lässt ihn einfach mal für fünf Minuten laufen, “ ist doch egal, wir haben genug davon”, und ist sich nicht darüber bewusst wie wichtig eigentlich Wasser für “Alles” ist. Hier denk man manch einmal das sie doch ein besseres Bewusstsein mit dem Umgang mit Wasser haben sollten, aber leider ist es nicht so, da hier einfach keine sorgen über die Zukunft gemacht werden. “warum auch? Wir haben heute Essen und Wasser……”

Ps. Ein Zeitungsartikel (schon etwas laenger her der gedanke das zu schreiben) über die Auswirkung der rasenden in Bezug auf Wasser…… und meine kleine Zugabe von eigen Erfahrenem und Erlebtem.

Liebe Grüße,
Flexi

Donnerstag, 15. April 2010

Nicht von dieser Welt 3-10 April












Es ist Dunkel, Nacht, der Zug ist mit fünf Minuten Verspätung pünktlicher als unsere geliebte “ Thänk vor träveling wis Deutsche Bahn” . der Lockführer ging in die Eisen. Gequietsche und Getöse. “ brrrrr”
So zähmte er sein Pferd. Ein Blick nach Rechts ein Blick nach Links. Wo ist mein Wagen? Aaah….. Und los ging es ins Gedränge. Ich dachte ich hätte Qualitäten in Drängeln wie ein Inder bis zu dem Zeitpunkt aus dem Gedränge eine Stimme rief: Hey mach mal hinne da wir sind hie nicht in-----, wir sind in Indien. So ging ich ein bisschen forscher an die Sache dran und kam tiefer ins sinnlose Gedränge. Die die Raus wollten schoben in die eine und die die rein wollten in die andere Richtung. Geschafft!
Während der Lockführer behutsam anfing zu beschleunigen Tauchte auf einmal ein Gesicht am Fenster auf. Hecktisch redend mit ihrer Tochter. Der Zug wurde schneller und das hechelnde Gesicht tauchte noch einmal für ein paar Sekunden auf und verschwand dann. Warum drängeln alle immer so, mmh?
Jetzt nur noch 6 stunden schlafen und mein Ziel wäre erreicht. OK. Wir mein Rucksack und ich teilten uns unser kleines Bettchen. Nach dem wir uns hochgehieft hatten, gab mir der Rucksack eine Deckchen und ich versuchte zu schlafen während der Rucksack “über” mich wachte.
Grrrr.. ..da geht schon wieder die Tür auf. Könnt ihr nicht wann anders euer Geschäft machen, dachte ich. Wenn diese Tür mit der Inschrift “WC” aufging kamen immer so einige Gerüche in meine Nase gekrochen welche normaler weise nicht für wohlbefinden sorgte. Mit einer gewissen Beeinträchtigung meiner Schlaffähigkeit konnte dann doch noch meine Augen ein paar Stündchen Ruhen.

“Chai Chai chai, Tea Tea Tea” hallte es durch meinen noch von ruhenden Körpern gespickten Wagen. Um fünf in früher Stunde versuchte eine Man mit seinen selbstgemachten Tee ein Paar Ruppee zu verdienen, was er dann zu seiner Freude auch tat.
Nun ich war wach, also schaute ich mich ein wenig um und stellte fest ohne Verwunderung, dass ich die einzige westlich aussehende Person in meinem Wagon war. Schlussendlich begab ich mich zur Tür wo ich die letzte Stunde mein Kopf raushängen ließ um die schlechten Luftverhältnisse zu kompensieren.

Drängelnde, schreiende, rufende, anpreisende Leute und der Ausgang war in Sicht! Nachdem ich mir ein Taxi auf zwei Rädern gegönnt hatte, welches halsbrecherisch meinem Ziel entgegen rauschte. Strand, Meer!! FREUDE, aber plötzlich rechts, Links. Überall diese Gestalten welche ich nicht recht einordnen konnte. Sind das ------? Joggend, spazieren gehend, sitzend, schwimmend, essend, spärlich bekleidet. Sie waren überall !! Es war fremd komisch merkwürdig, Es waren Deutsche Engländer Russen Franzosen Schweizer Amis………..
Nach drei Monaten zusammenleben mit überwiegend Indern. Kulturschock

-------in dieser Woche war ich an zwei verschiedenen Stränden, und habe den Strand und das Wasser sehr genossen. Nun weiss ich auch warum alle sagen das Goa nicht wirklich India ist. Es ist von den Tourismus aber vor allem von der Europäischen Kultur geprägt. Vasco da Gama kam einst aus Portugal und heute ist der Einfluss noch zu spüren-----------

Ps. Ich habe mich zum Teil echt fremd geschämt über die art und weise wie die Touries hier rumlaufen und finde es echt schade sagen zu müssen das wirklich ein Großteil dieser Touries keinen Fuß außerhalb Goa setzten und nach einer abschließenden Sightseeing Tour zuhause Denken das sie Indien gesehen haben. Vom Süden zum Norden gibt es so viele Unterschiede und Goa ist ein Krasses Beispiel wie es auch seien kann.

Ps. 1.1 viel Gelaber. Also ich bin nun wieder zurück und habe angefangen die Schule zu renovieren, dass heißt, Dachdecken/erneuern, die Wände mit Lehm und Kuhkacke ausbessern, alle Klassenräume mit neuem Boden (Kuhkacke) bestücken…………


Liebe Grüße,
Theearthman